Angst – Wie du sie NICHT in den Griff bekommst.

von | Sep 9, 2021 | Allgemein | 0 Kommentare

Angst – Wie du sie NICHT in den Griff bekommst.

Nicht die Angst ist das Problem, sondern du bist es.
Bäähm.
Du hast nun den x-ten Kurs, die x-te Challenge Online gemacht. Und du traust dich außerhalb dieser Herausforderung, dieses Kurses immer noch nicht raus?
Du zeigst dich nicht? Warum?

Du hast doch alles gelernt, ausprobiert, ausgetestet?

Jahaaa.
In einem geschützten Rahmen.
Vor Menschen, die du kennst. Da fühlst du dich sicher.
Da bekommst du dein Lob.
Deine Anerkennung.
Ein Stück Sicherheit.

Doch was bringt dir das alles, wenn du es dann nicht für DICH umsetzt?
Draußen. In der „Live“ Welt. Also in der richtigen. Echten.

Ja, richtig, in einem Video weißt du nicht, wer dir da am Ende zuschauen wird.
Weißt du das in der realen Welt? Welches Rehlein dich beobachtet? Welcher Säbelzahntiger hinter dem nächsten Mammut lauert? Welcher Joghurt hinter dem Quark?

Ja, du weißt nicht, was du sagen sollst.
Weißt du das in der reellen Welt immer? Wie oft stotterst und stammelst du in einem Café, vor Freunden, und ähmst und öhmst dich durch die Weltgeschichte. Hat es dir bis hier geschadet?

Ja, du bist nicht immer perfekt gestylt.
Bist du das, wenn morgens der Postbote 3-mal klingelt und dir dein Paket vor die Haustür bringt? Oder direkt ans Bett?
Mööööppp. Da war die Mutter der Vater des Gedanken.

Nein, du bist vielleicht im Schlafanzug.
Verpennt, verpeilt, wohl möglich. Den ersten Kaffee oder des Mittagessens noch nicht fähig.

Du zeigst dich einfach wie du bist. Wo du gerade stehst.

Warum sprechen wir so oft vom authentisch sein, wenn wir uns doch ständig einen schönen Schein-Anstrich verpassen? Alles muss passen? Alles muss perfekt sein. Was ist das für eine Idiotie?

Wir schaffen zwei Welten.
Die eine ist im Hochglanzformat und die andere ist das Leben.

Also wie wäre es mit mehr Leben und weniger Hochglanz?

Mehr rauf und runter wie das Leben? Das heißt nicht dich nackig zu machen. Es sind ohnehin immer nur Ausschnitte aus deinem Leben.
Versatzstücke.
Collagen, die jeder von uns hier abbilden kann.

Ein Drama lebt erst durch den Konflikt.
Der Mensch ist Konflikt. Immer.

In sich. Ständig.
Zwischen den Polen.
Die Welt ist Bipolar. Und das macht sie so spannend.

Da gibt es die Welt des Business.
Die Welt des Planens und der Strategien.

Und die Welt der Kunst.
Der Kreativität des ungewissen.

Tun wir beides zusammen – was käme dabei raus?
Die Frage lass ich so mal stehen.

Wir haben uns ein Umfeld aufgebaut, das durch ihre
Angstvermeidungsstrategie (was für ein Wort), lebt.

Alles gibt uns vermeintlich eine Sicherheit.
Wir schließen jede menge Versicherungen, ab die uns Sicherheit suggerieren. Da gibt es Datenschutzverordnungen, die uns suggerieren, alles ist gut. Wir haben Alarmanlagen installiert, wo es nur geht.

Wir erschaffen uns ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit, in der alles gut und sicher ist. In der das große Streben nach Freude und Glück uns zu Glücks- und Heilbotenrittern macht.

Wir blenden den Umgang mit der Angst einfach aus.
Und wir vermeiden dabei Begriffe wie Schwäche, Fehler, Trauer, Tod wie der Teufel das Weihwasser?
Warum?
Es macht Angst. Und Angst willst du nicht. Angst lehnst du ab. Weil es einfach kein gutes Gefühl ist.

Wir wollen uns doch nur gut fühlen.
Doch es ist eine Lüge. Schon gar nicht, dass mich Menschen so sehen, und so spüren wie du bist. Da muss der Hintergrund zur Brille passen.

Leute, hört doch auf!
Angst, Wut, Trauer sowie Freude und Scham sind existenzielle Elemente unseres Daseins. Es sind Kraft-Energien, die wir brauchen.
Genauso wie Erde, Feuer, Wasser und Luft Kräfte sind, ohne die kein Leben möglich ist.

Angst ist Erde.
Und sprechen wir nicht immer vom „sich Erden“?
Die Angst ist wie ein Berg. Der überquert werden will, um zu sehen, was dahinter ist. Und auf dem Weg über den Berg entdecke ich neue Landschaften. Neues Leben.

Dieses: kann ich mich so zeigen, oder sehe ich gut aus, bringt dich nicht über diesen Berg. Erst das Loslaufen bringt dich über den Berg. Der klare Entschluss, des Losgehens, ohne zu wissen, wohin es dich führt, bringt dich durch deine Angst.
Angst heißt: erforschen, kreativ sein, das Chaos zulassen.
Angst heißt: sich selber annehmen mit allem, was du bist.
Angst heißt Leben.
Sich zeigen.

Die wahre Freude spürst du:
Wenn du deine Angst-Kraft vor dem Unbekannten, dem nicht greifbaren, Raum gegeben hast.
Die Wut-Kraft umsetzt, in ein Handeln zu kommen.
Durch die Trauer-Kraft losgelassen hast.

Wie geil ist es dann, wenn du sagen kannst: „Ich bin über den Berg.“

Wenn du mehr über das Lampenfieber wissen willst und warum du es NICHT loswerden solltest, dann ist dieser Artikel sich was für dich.

 

Und denk daran:

Wenn du, du bist, zauberst du Magie.

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